Paddy Power: Ärger um Sepp Blatter-Werbeanzeige

paddy-blatterDer britische Buchmacher Paddy Power, der vor kurzem eine Fusion mit dem Wettbewerber Betfair eingegangen ist, ist wohl in Sachen Marketing- und PR der kreativste Wettanbieter. Doch manchmal schießt der Buchmacher auch etwas über das Ziel hinaus. Zumindest sorgt Paddy Power immer wieder mal gerne für öffentliches Aufsehen. Dieses Mal ging es um die Wahl zum neuen FIFA-Präsidenten.

Bei vielen Buchmachern kann darauf gewettet werden, wer der nächste FIFA-Präsident wird. So auch bei Paddy Power. Aktuell liegt bei diesem Wettmarkt Michael Platini vorne vor Prince Ali und Scheich Ahmad Al-Sabah. Vielen Fußball-Fans ist es wichtig, dass auf jeden Fall endlich die lange Amtszeit von Sepp Blatter ein Ende hat. Und auch Paddy Power scheint es ähnlich zu gehen. Anders lässt sich die Werbeanzeige des Buchmachers im Sportbereich der Tageszeitung „The Guardian“ nicht erklären. Die Anzeige diente dazu, den Wettmarkt auf den nächsten FIFA-Präsidenten zu bewerben. Auf dem Bild sieht man Sepp Blatter, der einen kleinen Zetter in der Hand hält – womöglich einen Wahlzettel, mit dem Gewinner der Wahl darauf. Auf dem Zettel steht „ME“ – also „Ich“. Paddy Power fällt dazu nur folgender Kommentar ein: “JUST F**K OFF ALREADY!” – Verpiss dich endlich! Gegen die Anzeigen gab es Beschwerden bei der UK Advertising Standards Authority (ASA).

Laut Paddy Power wurde die Anzeige von der Öffentlichkeit positiv aufgenommen. Man wollte in einer „humorvollen und furchtlosen Art und Weise“ den andauernden Korruptions-Skandal bei der FIFA kommentieren. Die Beschwerden gegen die Anzeige wurden durch die ASA abgelehnt. Die Leserschaft des Guardian müsse in der Lage sein, den Sinn und Zweck der Anzeige zu erkennen. So verstoße die Anzeige nicht gegen Vorschriften und errege kein öffentliches Ärgernis.


Schreibe einen Kommentar